Organscreening

20. bis 24. Schwangerschaftswoche

Die 20. bis 24. Schwangerschaftswoche ist die ideale Zeit, um die gesamte Anatomie des Kindes zu untersuchen.


Was wird untersucht?

Es wird besonderes Augenmerk auf eine genaue Untersuchung des Gehirns, des Gesichtes, der Wirbelsäule, des Brustkorbes mit Herz und Lunge, der Bauchwand und der Bauchorgane, der Nieren, der Blase und des Skeletts gelegt.

Das Herz

Herzfehler sind die häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Es sind ungefähr 4 von 1000 Kindern betroffen. Gleichzeitig liegt die Entdeckungsrate von Herzfehlern in nicht spezialisierten Zentren (bei Routineuntersuchungen) unter 50%. Das ist der Grund dafür, dass in Europa Herzfehler von allen Fehlbildungen die häufigste Todesursache im Neugeborenenalter darstellen. Bei Herzfehlern, die bereits während der Schwangerschaft entdeckt worden sind, kann die Geburt unter Beisein von hochspezialisierten Kinderärzten stattfinden. Dies kann für das Überleben des Kindes ausschlaggebend sein.

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf die Untersuchung des Herzens. Wir nehmen uns ausreichend Zeit dafür, und führen eine Herzuntersuchung nach den Standards von international führenden Zentren für fetale Echokardiographie durch. Bei geringfügigstem Verdacht auf eine Fehlbildung ziehen wir schon vor der Geburt eine Kinderkardiologin hinzu.

Eine genaue Untersuchung des fetalen Herzens ist besonders wichtig, wenn es Herzfehler in Ihrer Familie gibt, und wenn beim Ultraschall in der 11.bis 14. Schwangerschaftswoche die fetale Nackentransparenz erhöht war.



Wie oft ist etwas nicht in Ordnung und was geschieht dann?

Bei ungefähr 5% aller Untersuchungen wird eine Erkrankung oder Fehlbildung eines Organes erkannt. Einige davon können das Leben Ihres Kindes akut bedrohen. Eine frühzeitige Diagnose eröffnet eine breitere Palette an Möglichkeiten, auf eine solche Situation zu reagieren.
Manche Fehlbildungen erfordern weitere Untersuchungen oder eine Operation nach der Geburt. In diesem Fall können wir bereits vor der Geburt für Sie die Möglichkeit schaffen, mit einem Spezialisten zu sprechen, der sich auch nach der Geburt um das Kind kümmern kann. Damit alles für die optimale Betreuung Ihres Kindes getan ist.



Wie hoch ist die diagnostische Sicherheit?

Es werden ungefähr 90% aller schweren strukturellen Fehlbildungen durch diese Ultraschalluntersuchung erkannt. Das entspricht einer Erkennungsrate, die auch im internationalen Vergleich sehr hoch liegt.