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Amniozentese16. SchwangerschaftswocheBei einer Amniozentese wird Fruchtwasser gewonnen. Im Fruchtwasser existieren kindliche Zellen, die für die Chromosomenanalyse verwendbar sind.
Wie wird eine Amniozentese durchgeführt? Zuerst wird mittels Ultraschall die beste Punktionsstelle ausgesucht. Dann wird der Bauch steril gereinigt, und mit einer dünnen Nadel etwas Fruchtwasser in eine Spritze aufgezogen. Der ganze Vorgang ist einer Blutabnahme nicht unähnlich. Er dauert nur wenige Minuten und erfolgt unter ständiger Sichtkontrolle durch Ultraschall. Auch der Herzschlag des Kindes wird überprüft. ![]() Wie werde ich mich nachher fühlen? Viele Frauen haben gar keine Beschwerden, manche haben für eine paar Stunden oder sogar Tage menstruationsartige Bauchschmerzen oder leichte Blutungen. Beides ist kein Grund zur Beunruhigung, weil über 99% aller Schwangerschaften völlig ungestört weitergehen. Nur falls Sie starke Schmerzen, Blutungen oder Fieber entwicklen, suchen Sie sofort Ihren Arzt oder das Krankenhaus auf. ![]() Wann erfahre ich das Ergebnis? Sie erfahren 3 Tage nach der Punktion, ob Ihr Kind Down-Syndrom (frühere, überholte Bezeichnung: Mongolismus) hat, oder ob es eine der andern, viel schwerwiegenderen chromosomalen Erkrankungen ( (Edwards-Syndrom, Pätau-Syndrom) hat. Nach ungefähr 2 Wochen steht dann eine komplette Chromosomenanalyse zur Verfügung. ![]() Was für ein Risiko ist mit einer Amniozentese verbunden? Bei einer von 100 Frauen führt die Punktion zu einer Fehlgeburt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen des Kindes (Klumpfußbildung) besteht, wenn Amniozentesen vor der 15. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, und es besteht ein höheres Fehlgeburtenrisiko. Wir führen deshalb eine Amniozentese immer erst ab der vollendeten 16. Schwangerschaftswoche durch.
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