Was FetoMed seit 2002 bewegt hat

Seit 2002 hat FetoMed in der Pränataldiagnostik in Österreich nicht nur Trends geprägt, sondern auch Trends gespiegelt.

Patientinnen werden jünger, Punktionen weniger

Der Anteil der Schwangeren, die zum Zeitpunkt des Ersttrimester-Screenings bei FetoMed 35 Jahre oder älter waren, ist seit 2002 von 34 auf 21 Prozent gesunken. Das reflektiert die Tatsache, dass früher eher ältere Schwangere zum Ersttrimester-Screening gekommen sind, um eine invasive Diagnostik (Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese) zu vermeiden.
Nun hat sich der Altersschnitt dem Durchschnittsalter aller Schwangeren in Österreich angenähert. Es suchen heute also werdende Mütter altersunabhängig Gewissheit über die normale Entwicklung ihres Kindes.
Die Zahl der Punktionen sinkt mehr als durch den sinkende Durchschnittsalter zu erklären ist: Unterzogen sich 2002 noch 7 Prozent der Patientinnen einer Punktion, waren es 2011 nur noch 4 Prozent. Die Einführung zusätzlicher Ultraschallzeichen (Nasenbein, Blutfluss im ductus venosus und an der Trikuspidalklappe) als Teil des Ersttrimester-Screenings hat diesen Trend nach unten markant verstärkt. Ein weiteres drastisches Absinken der Punktionszahlen ist mit der seit Mitte 2012 verfügbaren Sequenzierung fetaler DNA im mütterlichen Blut zu erwarten.
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